Andreas Schäfer: Das Gartenzimmer

"Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne." Hermann Hesse

Berlin, Mitte der 1990er Jahre: Als das Ehepaar Lekebusch am Anfang dieses Romans die Villa Rosen, ein neoklassizistisches Landhaus am Rande des Grunewalds, entdecken, merken Frieda und Hannah Lekebusch sofort, daß von diesem Haus ein besonderer Zauber ausgeht. Sie kaufen es und ziehen in die Villa ein.  Max Taubert, der später zu Weltruhm gewordene Architekt, hat dieses Haus mit seinem verwunschenen Gartenzimmer 1909 für Professor Adam Rosen und seine Frau Elisa entworfen. Die jungen Eheleute Lekebusch restaurieren dieses "Kleinod der Vormoderne" und öffnen es für Presse, Architketen und Taubert-Fans. Sehr schnell beschäftigen sich die Lekebuschs mit der Vergangenheit des Hauses: wie stand Max Taubert zu seinem ersten gelungenen architektonischen Entwurf, wer waren Adam und Elisa Rosen, wie haben sie in dem Haus gelebt, was geschah vor 1945, als die Nazis einen Teil des Hauses besetzten, auf Anordnung von Arthur Rosenberg? Andreas Schäfer gelingt es, den Leser/die Leserin in eine aufwühlende und spannende Reise in die deutsche Vergangenheit mitzunehmen, eine Reise in einem Haus, das die Schicksale von Generationen miteindander verbindet. Manchmal hat man beim Lesen das Gefühl, als erzähle das Haus selbst seine Geschichte, eine Geschichte der deutschen Architektur, der Gartengestaltung und des Wohnens in Räumen, die einem ans Herz wachsen und doch manchmal auch befremdlich wirken.

  'Als Leser ziehe ich ein in dieses besondere Haus, das Andreas Schäfer in diesem Buch erbaut. Am Ende möchte ich es nicht verlassen.' David Wagner 'Andreas Schäfer ist der Meister des Subtilen. Er variiert, bis wir merken, dass wir uns längst mit etwas beschäftigen, das über den Raum des Romans hinausweist: mitten hinein ins Leben.' WDR 5

 

Schäfer, Andreas
DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG
ISBN/EAN: 9783832183905
22,00 € (inkl. MwSt.)