Musik: In Geschichten, Erinnerungen & Romanen

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Nick Cave: Stranger than Kindness. Kiepenheuer & Witsch, 29€

Dieses einzigartige Buch gewährt intime Einblicke in den Schaffensprozess eines außergewöhnlichen Künstlers und lädt ein, Nick Caves Leben und Werk, seine Inspirationsquellen und die Welt, die seine Musik und Texte behandeln, neu kennenzulernen. Mit zahlreichen Abbildungen und Faksimiles von Kunstwerken, handschriftlichen Songtexten, Fotos und Artefakten aus Caves Privatbesitz sowie einordnenden Kommentaren und Reflexionen von Nick Cave, Janine Barrand und Darcey Steinke.  Englische Ausgabe mit deutschsprachigem Booklet.

Günter Krenn: Serge & Jane. Biographie einer Leidenschaft. Aufbau, 24€

Jane Birkin & Serge Gainsbourg haben ein spannendes und leidenschaftliches Leben geführt, Die Biographie von Günter Krenn, der zuvor die Biographie über Romy Schneider & Alain Delon (Romy & Alain, eine amour fou) schrieb, enthält Bekanntes und weniger Bekanntes. Begleitet durch zahlreiche Fotos, nimmt er uns mit in die musikalisch und künstlerisch explosive Zeit der 1960er und 1970er Jahre.

Alexander Gorkow: Die Kinder hören Pink Floyd. Kiepenheuer & Witsch, 22€

Auch die berühmte Pop-Rock-Band Pink Floyd haben das Leben der in Westdeutschland heranwachsenden Kinder in den 1970er Jahre geprägt. Ambivalent wie die Band, deren Mitglieder gegen "das Establishment" spielen und mit ihren Plattenverkäufen zu Millionären werden, ist auch das Teenagerleben des Ich-Erzählers: die langsam bröckelnde Wohlstands-BRD mit RAF und Raketenaufrüstung und die Geborgenheit im Elternhaus. Allerdings ist da die ältere Schwester, schwer herzkrank, aber lebensfroh, die neuen Lebensmut durch "Wish you were here" schöpft. Das Buch besticht mit einer gelungenen Erzählung über Kindheit und Erwachsenwerden - über Erinnerungen an eine Zeit, in der Musik vielleicht eine größere Bedeutung hatte als heute?

Michael Dangl: Orangen für Dostojewski. Braumüller, 24€

Venedig 1862: Dostojewskij trifft Rossini. 

Der Russe: übellaunisch, fast depressiv, wenig Geld, in Venedig gänzlich unbekannt, und die Kälte des sibirischen Straflagerns steckt immer noch in seinen Knochen. Der Italiener: Berühmt, beliebt, lebenslustig, gesellig, und durch seine musikalischen Erfolge wohlhabend. Gegensätzlicher können die beiden Charaktere nicht sein. Und dennoch nähern sie sich an mit gegenseitigem Respekt und beiderseitiger Anerkennung. Der Autor und Schauspieler Michael Dangl schildert die Dolce Vita mit Musik, Tanz, Essen und Vergnügen, und das russische Elend im Zarenreich auf tragikomische Weise, mit teils grotesken und teils rührenden Szenen. Entdecken Sie einen großartig geschriebenen Roman über zwei hervorragende Künstler!