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Hört uns, seht uns! Mutige Frauen in Kunst, Politik und Gesellschaft

Golineh Atai: Iran. Die Freiheit ist weiblich. Rowohlt, 22€

Demokratische Ansichten und freie Meinungsäußerungen werden im Iran systematisch unterdrückt. Daher ist es umso bemerkenswerter, wenn Frauen ihre Stimme erheben und auf sich und ihre Rechte aufmerksam machen. Die im Iran geborene Autorin berichtet vom Aufbegehren der Frauen in einem männerdominierten Gottesstaat. Die individuellen Geschichten der Frauen und ihr Protest gegen die herrschenden Regeln zeichnen ein eindrucksvolles, erschütterndes Bild der iranischen Gesellschaft. Ob im Kleinen, Privaten oder in öffentlichkeitswirksamen Aktionen, diese Frauen beweisen Mut, Integrität und Würde. Eine Veränderung im Iran kann nur mit und durch die Frauen gelingen.

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Willi Blöss: unbefugtes Betreten. Frauen in der Kunst. Kult Comics 20€

Frauen in der Kunst – für viele Künstlerinnen bedeutet das zunächst, sich einen Platz in einer männerdominierten Welt zu schaffen. Willi Blöss porträtiert in seinem Comic fünf Frauen, die die Kunstwelt „unbefugt betreten“ haben (Niki de Saint Phalle). In einzelnen Kapiteln wird ein Einblick in die Biografie und das Werk der jeweiligen Künstlerin gegeben. Gelungen sind die lockeren Zeichnungen in plakativen Farben, die den Inhalt in ansprechender und erfrischender Weise wiedergeben. Mit Porträts von Camille Claudel, Paula Modersohn-Becker, Frida Kahlo, Tamara de Lempicka und Niki de Saint Phalle.

Barbara Sichtermann, Ingo Rose: Der blaue Vorhang. Isadora Duncan. Ihr Leben. Ihr Tanz. Osburg Verlag 24€

Der blaue Vorhang ist die Romanbiografie von Isadora Duncan, einer Amerikanerin, die Anfang des 20.Jh als Solotänzerin ihr Publikum faszinierte. Die sich selbst als Feministin bezeichnende Tänzerin, traf mit ihren Auftritten den Puls der Zeit, als die Gesellschaft in Veränderung begriffen war und sich eine freiere Lebensweise zu etablieren begann. Die Europäer bejubelten Isadora Duncan, die erstmals barfuß und in losen Gewändern tanzte. Nach einem längeren Berlinaufenthalt fand sie schließlich in Paris ihre Wahlheimat und ein begeistertes Publikum.

Arundhati Roy: Azadi heißt Freiheit. Fischer 24€

„Ein Manifest für die Zeit nach der Pandemie“. Azadi heißt Freiheit und mit diesem Ruf lädt Arundhati Roy uns ein, gerade in und aus der Zeit der Corona-Pandemie heraus, die Möglichkeiten zu sehen, diese Welt besser zu machen. Was ist wichtig, was lohnt es sich zu bewahren und wovon müssen wir uns lösen? Fragen, die die Autorin sich und uns stellt für die Freiheit, für die Hoffnung, für die Zukunft!